ada is … new


Produktion in situ

Dieses sich auseinandersetzen der eigenen Person mit der Lokalität nimmt direkten Bezug auf die Gegebenheiten des Ortes – sowohl historisch als auch real topographisch – bis in die Gegenwart als auch im Sinne der sozialen Auseinandersetzung mit diesem Topos. Durch die Inszenierung der Räume der ehemaligen Lehrlings-Wohnungen als irreale und doch reale »Bühne« oder »Filmset« ist hierbei der Ausgangspunkt zu sehen. Inwieweit die künstlerische Position sich damit etwa befasst, daß dies eine geschlossene Fleischerei – also auch im Verbund zu sehen mit dem Blut und dem sozialen Wandel der Arbeit oder der Gegend oder der Gesellschaft an sich – wird eben durch verschiedene Kategorien der Künste versucht zu kommunizieren. Dieses Experiment versucht weiters die Frage der Wertigkeit der gewachsenen und gewesenen Örtlichkeiten aufzugreifen um sie ein letztes Mal vor dem Abriß im Sommer erblühen zu lassen. Bis zum Höhepunkt und Abschluß wird das Geschehen dokumentiert mit dem Ergebnis der Veröffentlichung und Gegenüberstellung der Ursprungssituation mit der entstandenen Veränderung dieser, durch den künstlerischen Input und den kulturellen Output.

Zukunft

Unser Ziel ist es durch ada einen Weg zu etablieren, welcher es auch weiterhin ermöglicht aus dem ungenutzten Leerstand und der Nutzung vergessener Orte in Kombination mit den Interessen und Ideen welche dem prozesshaften Auseinandersetzen entspringen, sowie durch künstlerische und kulturelle Bespielung entstehende Interpretationen und Aufarbeitungen zu kommunizieren um eine Vielzahl von zukünftigen spannenden Projekten entstehen zu lassen.

Die Dokumentation als Buch ermöglicht sterbenden Wirtschafts-, Gewerbe- und Lebensstrukturen  in der direkten Umgebung weiter kommuniziert zu werden um sie im allgemeinen Stadtentwicklungsprozess künstlerisch und kultursoziologisch aufzuarbeiten und kritisch zu begleiten.
Die Fleischerei ist dabei als Startpunkt zu sehen, die Stadt ist voller leerer Räume.