ada is … promenada


Ada is Promenada …

Ist der Versuch mittels der peripathetischen Technik des Begehens und Erfahrens und der damit verbundenen persönlichen Auseinandersetzung mit der Umgebung, neue Gesichtspunkte auf die Innere und Äußere Welt zu erhalten. Dazu kommt der Ansatz nach Viktor Frankl die Angst vor der Höhe und somit vor der Angst selbst zu überwinden und dazu eine Gedächtnistour auf die Rax zu machen. Im Vorbereitungs Gedanken daran ist uns klar, dass es Gute Kondition sowie Trittfestigkeit brauchen wird, weswegen mit kleineren Trainingstouren in der wiener umgebung begonnen wird – wobei es bei jedem dieser Streifzüge mit künstlerischer Begleitung immer wieder neue GästInnen gibt und die Dokumentation dann als künstlerische Arbeit (Video/Foto/Podcast/etc) verarbeitet werden wird.

Vom Satzberg zur Sophienalpe, vom Wienerberg zur Perchtoldsdorfer Heide, vom Anninger zum Lindkogel, rauf auf die Hohe Wand, Rax und Schneeberg als vorläufiges Ziel …denn vielleicht gehts bis hin zum Himalaya.

Begrifflichkeiten nach Wikipedia etc.

Fußgänger sind die umwegsensibelsten Verkehrsteilnehmer; eine logische und kurze Wegführung ist für sie wichtig, etwa durch den Einsatz von Ampeln und Fußgängerübergangen an der richtigen Stelle anstatt umwegiger und nicht barrierefreier Über- oder Unterführungen. Ebenso sind kurze Abstände zwischen Querungsmöglichkeiten räumlicher Barrieren wie Bahnstrecken, Hauptstraßen oder Flüssen notwendig, um die Fußgängerfreundlichkeit im Gebiet zu erhöhen und Unfälle durch nicht vorgesehene Überquerungen zu vermeiden. Fußgänger wählen immer den kürzesten Weg; Trampelpfade durch Grünanlagen oder Spuren im Schnee machen diese Wunschlinien sichtbar. Sie können Planern Hinweise geben, wie die Fußgängerfreundlichkeit eines Orts verbessert werden kann.
Bevor im 19. Jahrhundert andere Transportmittel stärkere Verbreitung fanden, wurden nahezu alle Wege zu Fuß zurückgelegt. Dennoch waren die Städte in dieser Zeit nicht fußgängerfreundlich im heutigen Sinne, insbesondere weil Wege oft nicht befestigt waren oder Unrat und Abwässer auf die Straßen entsorgt wurden, sodass das Zufußgehen unkomfortabel war.
Der Konflikt um die Verkehrsräume war aber auch eine Auseinandersetzung zwischen den oberen und unteren Gesellschaftsschichten, denn in den Kutschen saß die Herrschaft. Aufklärung und Französische Revolution brachten auch eine Emanzipation des Fußgängers und eine Blütezeit der Fußreisen und des Flanierens. Im Paris von 1789 entstand die Idee einer Republik der Fußgänger. Der Bürgersteig war Teil des Rufes nach Bürgerrechten und einer Emanzipation des Bürgertums (deswegen heißt er auch Bürgersteig). Je enger der Straßenraum war und je mehr Verkehr sich darin abspielte, umso größer waren die Konflikte. Schon 1563 bat das Parlament in Frankreich den König vergeblich, er möge Fahrzeuge auf den Pariser Straßen verbieten.
In den 1920er Jahren starben in den USA etwa 17.000 bis 18.000 Menschen jährlich durch Autounfälle, davon dreiviertel Fußgänger. Die Hälfte der Fußgänger waren Kinder. Die Öffentlichkeit war entsetzt und die Opfer wurden mit aufwendigen Trauerfeiern geehrt. Infolge dieser tödlichen Nutzungskonflikte wurden Anti-Auto-Vereine gegründet und Städte begannen, Verkehrshindernisse wie beispielsweise Schwellen in die Fahrbahn einzubauen. 1923 begann die Politik der Stadt Cincinnati, Ideen zu entwickeln, die Höchstgeschwindigkeit von Autos technisch zu begrenzen. Diese Entwicklungen lösten bei Autofahrern und -Herstellern zunehmend Besorgnis aus, da sie den Durchbruch des Automobils gefährdeten. Als Gegenbewegung wurde durch Fahrervereine, Fahrzeugbauer und Automobilhandel der Verein „Motordom“ gegründet, mit dem Ziel, die Automobilisierung zu fördern und auf eine Änderung von Gesetzen hinzuwirken, die dies verhinderten. Durch zahlreiche PR- und Lobbymaßnahmen bewirkte Motordom eine grundsätzliche Umdeutung der seit Jahrtausenden bestehenden Verhältnisse, wonach Straßen auf ihrer gesamten Breite für die Mobilitätsbedürfnisse Aller zur Verfügung standen.
Der Flaneur bezeichnet eine literarische Figur, die durch Straßen und Passagen der Großstädte mit ihrer anonymen Menschenmasse streift (flaniert). Sein weibliches Äquivalent, die Passante (franz. für „Spaziergängerin“, vergl. Passant).
Bevor Lucius Burckhardt die „Promenadologie“ in den 1980er Jahren zur wissenschaftlichen Disziplin erklärte, kamen noch einmal entscheidende Impulse aus Paris: die Situationistische Internationale hatte sich in den 1950er Jahren subversiver Spaziergangspraktiken bedient und machten das Dérive, wie sie das Umherschweifen nannte, zur zentralen Methode ihrer psychogeographischen Feldforschung.
Der Situationist und Philosoph Guy Debord entwickelte 1958 die sogenannte „Theorie des Umherschweifens“: Die Situationisten unternahmen mehrtägige, kollektive Streifzüge durch Metropolen und hielten ihre Beobachtungen mündlich oder auf Stadtplänen fest. Durch diese aktive Betrachtung des urbanen Lebensraums und die performative Konstruktion von Situationen wollten sie ein revolutionäres Bewusstsein erzeugen und die Menschen wachrütteln, die sie in hierarchischen Strukturen gefangen und durch die Konsumgesellschaft eingeschläfert sahen.
Die Promenadologie (auch Spaziergangswissenschaft und englisch Strollology) ist eine von Lucius Burckhardt entwickelte kulturwissenschaftliche und ästhetische Methode, die darauf zielt, die Bedingungen der Wahrnehmung der Umwelt bewusst zu machen und die Umweltwahrnehmung zu erweitern. Sie basiert sowohl auf einer kulturgeschichtlichen Analyse von Formen der Umweltwahrnehmung als auch auf experimentellen Praktiken zur Umweltwahrnehmung wie reflexive Spaziergänge und ästhetische Interventionen. Insofern sie neben kulturwissenschaftlichen auch praktische Anteile und ästhetische Interventionen umfasst, um die Umweltwahrnehmung und das Verhalten in Freiräumen zu ermitteln, griffe eine Einschränkung der Spaziergangswissenschaft auf Wissenschaft ebenso zu kurz, wie eine Ausweisung als künstlerische Methode verfehlt wäre. Sie ist von Planern und Künstlern aufgegriffen und teilweise umgestaltet worden.

Der gerade Boden ist eine Erfindung der Architekten. Er ist maschinengerecht und nicht menschengerecht. Wenn der moderne Mensch gezwungen wird, auf asphaltierten, betonierten, geraden Flächen zu gehen, so wie sie in den Designerbüros gnadenlos mit dem Lineal konzipiert werden, entfremdet von natürlicher Erdbeziehung und Erdberührung, so stumpft ein entscheidender Bestandteil des Menschen ab, mit katastrophalen Folgeerscheinungen für die Psyche, das seelische Gleichgewicht, das Wohlbefinden und die Gesundheit des Menschen.
Die Planung und Einrichtung der ersten Fußgängerzonen begannen in den 1950er Jahren in Europa. Zuvor wurden an verschiedenen Orten autofreie Zonen bzw. autofreie Straßen eingerichtet, so etwa in den USA auf Mackinac Island oder in Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires. Ein Vorläufer der Fußgängerzonen in Deutschland, genauer eine fahrverkehrsfreie Einkaufsstraße, wurde bereits vor dem Zweiten Weltkrieg im Jahre 1927 in der Limbecker Straße in Essen angelegt. Dabei wurde auch der Bodenbelag ausgetauscht und fußgängergerecht umgestaltet. Die Straße ist bis heute eine Fußgängerzone.
Dem entgegenzustellen wäre die Argumente nach dem Carwalker Michael Hartmann:”
Mögliche Aussagen gegenüber Polizisten:
„Der Fußgänger als langsamstes aller Verkehrsmittel hat (soll haben) Vorgangsrecht vor den Autos!“
„Die sind sowieso viel schneller als ich, was stört es da, mal ein wenig abzubremsen?
„Ich bin ein Bürger, ich such mir den kürzesten Weg!“
Ich habe doch keine Lust, an großen Kreuzungen ein bis zwei Minuten zu warten, deshalb gehe ich bei Rot oder Kreuzungen in der Diagonalen!“
„Man (Frau, Mann, Mensch) kann doch sehen, ob ein Auto bremsen wird/bremsen kann. Ich bin doch nicht lebensmüde!“
„Ich bin keine Gefahr für die Allgemeinheit, die Autos vielmehr sind dies! Die fahren immer so schnell und auch so dicht aufeinander auf!“
„Auf der Straße (in der Mitte einer Fahrspur) kann man endlich wieder in der Mitte der Baumallee gehen, so, wie es sich gehört!“
„Auf der Straße kann man die Architektur der Häuser besser bewundern!“
„Sie können mir allerhöchstens ein Bußgeld über DM 40,- ausstellen! KM 30 – Zonen darf man auf der Straße gehen – gegen Bußgeld!“
„Die Autos sind sowieso zu schnell, Mensch muß sie ein bißchen verlangsamen/abbremsen!“
„Die Autofahrer können mich doch sehen, was soll das denn jetzt?“
„Ich fahre mit meinem Rollstuhl auf der Straße, weil es schneller geht! Keine Autos vor Fußgängerabsenkungen, auf dem Bürgersteig, keine störenden Pfosten oder sonstirgendwas!“
„Man kann doch meine 2 Meter hohe Fahne sehen, was wollen Sie denn ?“
„Muß ich denn da jetzt eine Straßensonderbenutzungsgenehmigung beantragen?“
„Auf dem Fahrradweg fahren? Die sind ja eh so schmal und außerdem auch ziemlich von parkenden Autos besetzt! Zudem die aufgehenden Autotüren…“
„Ich mit meinen vier Rädern ähnle doch eher einem/r Auto(fahrerIn) als einem Fußgänger, deshalb muß ich doch auf der Straße fahren, Autos haben doch auf dem Bürgersteig auch nichts zu suchen, oder? Ja, und ich ähnle eben eher einer/m Auto(fahrerIn)!“

INFO UND LINKS:
https://www.walk-space.at

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https://de.wikipedia.org/wiki/Fußverkehr
https://de.wikipedia.org/wiki/Gehweg
https://de.wikipedia.org/wiki/Promenadologie
https://de.wikipedia.org/wiki/New_Pedestrianism
https://de.wikipedia.org/wiki/Autogerechte_Stadt
https://de.wikipedia.org/wiki/Flaneur_d´Or
https://de.wikipedia.org/wiki/Carwalking
https://de.wikipedia.org/wiki/Situationistische_Internationale